Feline Infektiöse Peritonitis

Feline Infektiöse Peritonitis (FIP):

Der Erreger der FIP ist das feline Coronavirus. Eine Infektion mit diesem Virus kann entweder schon im Mutterleib stattfinden, oder erst nach der Geburt. Die Virusaufnahme erfolgt über den Darm- und Respirationstrakt. Für eine postnatale Infektion ist direkter Katzenkontakt notwendig, da das Virus sozusagen aufgeschnüffelt/ aufgeschleckt werden muss – und zwar aus dem Kot, Harn, Blut, Speichel eine infizierten Katze. Danach befällt der Erreger Lymphknoten in Darm-/ Respirationstrakt und vermehrt sich dort. Je nach der Virulenz des Virus bleibt es entweder auf diesen Bereich beschränkt, oder infiziert ganz bestimmte weiße Blutkörperchen (Makrophagen), vermehrt sich in ihnen und gelangt mit ihnen in verschiedenste Zielorgane.
Nach Kontakt mit diesem Erreger gibt es mehrere Möglichkeiten, wie der Katzenorganismus mit der stattgefundenen Infektion umgeht:

  • Viruseliminierung: ein starkes Immunsystem setzt sich mit dem Erreger erfolgreich auseinander und eliminiert diesen.
  • Viruslatenz: das Virus siedelt sich irgendwo im Körper an und schlummert- bis es durch Stress oder Krankheit reaktiviert wird.
  • Persistierende Virämie: das Virus ist allgegenwärtig (prognostisch der ungünstigste Fall).

Bei der FIP handelt es sich um eine Immunkomlexkrankheit, das heiß es bilden sich zwischen dem Erreger und den Abwehrmechanismen des Körpers unlösbare Komplexe, welche sich speziell im Bereich kleinerer Gefäße ablagern und zu Entzündungen führen können.
Bei dieser Infektionskrankheit gibt es mehrere Verlaufsformen:

  • die milde Verlaufsform: hier treten immer wieder Durchfälle und respiratorische Probleme auf ( chronisch)
  • FIP: Tiere jeden Lebensalters können erkranken, doch wird beobachtet dass Tiere bis zum 3 Lebensjahr eher erkranken; zu Beginn der Erkrankung stehen meist unspezifische Symptome im Vordergrund: Fieber, Anämie (Blutarmut), Apathie.

Weiters kann man zwischen einer feuchten Form der FIP und der trockenen Form der FIP unterscheiden.
Bei der feuchten Form kommt es zur typischen Ansammlung von Flüssigkeit in den Körperhöhlen (im Bauchraum oder im Brustraum).
Bei der trockenen Form liegen eitrig-tumoröse Veränderungen an den Organen vor.
Häufig treten auch Nervale- und Augenerscheinungen auf.
Die Prognose für bereits erkrankte Tiere ist ganz schlecht: zu 100% tödlicher Verlauf.
Für Virusträger ohne Krankheitssymptome ist die Prognose nicht so schlecht, da sie jahrelang ohne irgendeine Symptomatik leben können.
Über eine Blutuntersuchung und Untersuchung von Körperflüssigkeiten kann man den momentanen Infektionsstatus feststellen.
Es gibt eine „Schluckimpfung“ gegen diese Infektionskrankheit, welche über die Nase verabreicht wird und einen lokalen Schleimhautschutz aufbaut. Da es sich hier wie gesagt nur um einen lokalen Schutz handelt ist der Schutzwert leider nicht 100%ig.

Den besten Schutz haben alle Tiere, wenn schon das Muttertier korrekt geimpft ist. Hier sind die Welpen am Anfang ihres Lebens von den von der Mutter mitgegeben Abwehrstoffen (Antikörpern) geschützt. Die erste Impfung – um die 8. Lebenswoche- garantiert dann einen nahtlosen Übergang vom „Mutterschutz“ zum eigenen, aktiv aufgebauten Impfschutz.

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