Katzenleukose

Katzenleukose (Felines Leukämievirus, FeLV):

Der Erreger der FeLV ist ein Retrovirus. Als Hauptinfektionsquelle dient der Speichel infizierter Tiere, aber auch andere Ausscheidungen wie Kot, Harn, Blut sind virushaltig.
Die Infektion kann entweder im Mutterleib stattfinden, oder nach der Geburt- durch Kontakt mit infizierten Tieren. Die Hauteintrittspfort für das Virus ist die Schleimhaut der Maul- und Nasenhöhle. Es kommt dann zu einer Vermehrung des Erregers in diesen Schleimhäuten und dem dortigen lymphatischen Gewebe, anschließend gelangt das Virus über verschiedene weiße Blutkörperchen in die Blutbahn und schlussendlich auch ins Knochenmark. Hier vermehrt es sich weiter und kann dann mit den Blutzellen in alle Organe des Körpers eindringen.

Nach Kontakt mit dem FeLV Virus gibt es mehrere Möglichkeiten, wie der Katzenorganismus mit dieser Infektion fertig wird- abhängig vom Alter und Immunsystem des Tieres und dem Infektionsdruck:

  • Viruseliminierung: deswegen wird bei einem positiven Testergebnis eine Nachtestung (ca. 12 Wochen später) empfohlen, um zu sehen ob die Katze das Virus eliminieren konnte.
  • Viruslatenz: das bedeutet, dass sich das Virus irgendwo im Köper „versteckt“ hält und dort ruht- manchmal für etliche Jahre- und bei Stress bzw. Schwächung des Immunsystems es zu einer Reaktivierung kommen kann.
  • Persistierenden Virämie: dies finden wir vor allem bei jungen Tieren. Hier kommt es weder zu einer Eliminierung noch zum „Verstecken“- das Virus ist sozusagen immer präsent.
  • Eine Sonderform sind lokal beschränkt bleibende FeLV-Infektionen, wie z.B. die Darmleukose.

Dieses Virus ist stark immunsuppresiv, wodurch die Tiere sehr anfällig gegenüber anderen Infektionskrankheiten sind.
80 % der persistent virämischen Tiere erkranken an solch einer sekundären Infektionskrankheit und können unter Umständen an den Folgen dieser Erkrankung sterben.
Die restlichen 20% der persistent virämischen Tiere können aufgrund von Tumoren (Lymphosarkom), die durch das Virus verursacht werden, sterben.
Eine Blut- und/oder Speicheluntersuchung von Katzen kann Aufschluss über den Infektionsstatus dieses Tieres geben.
Es gibt eine Schutzimpfung gegen diese Infektionskrankheit. Welpen können ab der 9. Lebenswoche grundimmunisiert werden. Im 1 Jahr muss jede Impfung 2 mal vorgenommen werden, dann reicht eine jährliche Auffrischungsimpfung und ihre Katze ist ideal geschützt.
Vor der Impfung sollt jedoch der Infektionsstatus des Tieres erhoben werden. Der beste Zeitpunkt für diese Untersuchung ist ab der 12. Lebenswoche.

Den besten Schutz haben alle Tiere, wenn schon das Muttertier korrekt geimpft ist. Hier sind die Welpen am Anfang ihres Lebens von den von der Mutter mitgegeben Abwehrstoffen (Antikörpern) geschützt. Die erste Impfung – um die 8. Lebenswoche- garantiert dann einen nahtlosen Übergang vom „Mutterschutz“ zum eigenen, aktiv aufgebauten Impfschutz.

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