Katzenseuche

Katzenseuche (Panleukopenie, Parvovirusinfektion der Katze):

Der Erreger der Katzenseuche ist das feline Parvovirus. Katzen können sich schon im Mutterleib mit diesem Virus infizieren, was zur Geburt von toten oder lebensschwachen Welpen führen kann. Das Virus setzt sich bei diesen Tieren vor allem in Kleinhirn fest, was wiederum zu Ataxie führt. Ansonsten scheinen diese Tiere normal.
Natürlich gibt es noch den postnatalen Infektionsweg. Das Virus ist hoch kontagiös, deswegen findet nicht nur durch direkten Katzenkontakt, sondern auch durch indirekten Kontakt (Besitzer und seine Kleidung, Hände, Einkauf,…) eine Übertragung des Erregers statt.
Das Virus setzt sich nach Aufnahme in verschiedensten Organen fest: im Thymus, der Darmschleimhaut, im Knochenmark und im lymphatischen Gewebe. Dies führt zum Einen zu Immunsuppression und zum anderen können folgende Symptome festgestellt werden: Fieber, Inappetenz, Erbrechen, Durchfall.

Bei dieser Erkrankung gibt es 3 Verlaufsformen:

  • der perakute Verlauf: wo es innerhalb von ein paar Stunden zum Tod des Tieres kommen kann.
  • der akute Verlauf: wo es auf Grund der starken Brechdurchfälle zu hohem Flüssigkeitsverlust des Körpers kommt, der ebenfalls bei zu langem Abwarten tödlich verlaufen kann, und hier schreien oftmals die Tiere förmlich vor Bauchschmerzen.
  • der subakute Verlauf: wo die Symptome nicht so dramatisch sind, immer wieder Durchfall, ab und zu Erbrechen, etwas matt, nicht so verspielt, wo es aber zu einer Chronizität kommen kann (chronische Durchfälle)

Sowohl über eine Blut-, als auch über eine Kotuntersuchung kommt man zu einer gesicherten Diagnose.
Um all das zu verhindern sollten die Katzen ab der 8. Lebenswoche gegen diese Infektionskrankheit geimpft werden. Im ersten Jahr muss jede Impfung wiederholt werden, dann reicht eine jährliche Auffrischungsimpfung aus um ihre Katze perfekt zu schützen.
Es sollten auch ältere Katzen unbedingt geimpft werden, da das Immunsystem im Alter schwächer wird und deswegen die Tiere sehr leicht an solchen Infektionen erkranken können.

Den besten Schutz haben alle Tiere, wenn schon das Muttertier korrekt geimpft ist. Hier sind die Welpen am Anfang ihres Lebens von den von der Mutter mitgegeben Abwehrstoffen (Antikörpern) geschützt. Die erste Impfung – um die 8. Lebenswoche- garantiert dann einen nahtlosen Übergang vom „Mutterschutz“ zum eigenen, aktiv aufgebauten Impfschutz.

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